Myra - Kekova

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Am 24.12. (Heilig Abend) machten wir einen Ausflug per Bus und Schiff nach Myra, das heute Demre heißt. Diese antike Stadt in Lykien ist als Wallfahrtsort wegen des von dort stammenden Nikolaus von Myra (unserem St. Nikolaus) bekannt.
Myra war seit dem 6. Jh. v. Chr. eine der sechs größten Städte des Lykischen Bundes. Nach der Teilung Lykiens von Pamphylien unter Kaiser Theodosius II. (401-450 n. Chr.) wurde Myra Hauptstadt Lykiens.

Myra war Bischofssitz; die Kirche Nikolausí, erste Basilika von Bischof Nikolaus, wurde im 6. Jahrhundert erbaut. Die heutige dreischiffige Basilika stammt im Kern aus dem 8. Jahrhundert. Ein Kloster wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut und den Mönchen wurde die Pflege der Pilgerstätte übertragen. Die Kirche, jahrhundertelang im Schlamm des Demre-Flusses versunken, wurde 1863 teilweise wiederhergestellt, 1963 die östliche und westliche Seite ausgegraben. Seit 1990 finden weitere türkische Grabungen an der Kirche statt.
Vor der Kirche steht ein scheußliches modernes Nikolaus-Denkmal.

Uns gefiel das Denkmal im Innern aber besser; und dort befinden sich auch byzantinische Fresken und Bauplastik sowie römische Sarkophage, die als Spolien wiederverwendet wurden.

Im nahegelegenen Dorf Ücagiz (Kekova) befinden sich sehenswerte lykische Felsgräber.

Im angrenzenden Dorf Kale (Simena) liegen noch Rankensarkophage im Meerwasser.